9 echte Nachteile, die Sie 2026 kennen sollten

1) Hohe Lebenshaltungskosten in Amman

Lebensmittel und Alltagsprodukte kosten in Amman ebenfalls mehr als in kleineren Städten. Importierte Waren, westliche Produkte oder internationale Marken schlagen besonders zu Buche.

Auch Freizeitaktivitäten, Restaurantbesuche und Transport verursachen für viele überdurchschnittliche Kosten. Wer einen westlichen Lebensstil pflegen möchte, muss für diesen in Amman deutlich mehr bezahlen.

Die höheren Preise sind nicht nur für Einzelpersonen, sondern vor allem für Familien spürbar. Viele Auswanderer müssen ihr Budget regelmäßig anpassen, um den Alltag in Amman finanzieren zu können.

2) Begrenzte Verfügbarkeit von frischem Brot

Typische europäische Brotsorten wie Vollkorn-, Roggen- oder Sauerteigbrot sind kaum erhältlich. Das in Jordanien verbreitete Fladenbrot ist zwar eine alltägliche Basis, aber nicht immer zur gewünschten Zeit frisch verfügbar.

Viele Bäckereien backen nur zu bestimmten Tageszeiten, meist am Vormittag. Wer später kommt, findet oft nur noch altes Brot oder leere Regale vor. Eine kontinuierliche, ganztägige Verfügbarkeit, wie sie aus Deutschland bekannt ist, gibt es in Jordanien selten.

Supermärkte bieten häufig abgepacktes, industriell hergestelltes Brot an. Die Qualität und Frische können dabei stark schwanken und entsprechen oft nicht europäischen Ansprüchen. Personen, die Wert auf täglich frisches und vielfältiges Brot legen, sollten sich auf diese Einschränkung vorbereiten.

3) Wirtschaftliche Unsicherheiten

Das durchschnittliche Einkommensniveau in Jordanien liegt unter dem westlicher Staaten. Lebenshaltungskosten für Ausländer können in Städten wie Amman jedoch hoch sein, insbesondere für Wohnraum und internationale Schulen.

Wirtschaftliche Schwankungen und die politische Lage in der Region beeinflussen das Preisniveau und die Stabilität des Arbeitsmarktes regelmäßig. Investitionen oder Unternehmensgründungen sind mit Risiken verbunden, auch weil sich Gesetze und Vorschriften ändern können.

4) Komplexe Visa- und Aufenthaltsregelungen

Die Beantragung von längerfristigen Aufenthaltsgenehmigungen gestaltet sich oft als langwieriger Prozess. Wer dauerhaft in Jordanien leben möchte, muss mehrere Dokumente vorlegen und strenge Anforderungen erfüllen. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen ändern sich außerdem gelegentlich.

Personen mit bestimmten Gesundheitsproblemen, wie einer HIV-Infektion, können von der Einreise oder dem langfristigen Aufenthalt ausgeschlossen sein. Neueinwanderer müssen sich regelmäßig über aktuelle Bestimmungen informieren, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

Auch nach der Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung sind erneute Verlängerungsanträge notwendig. Dies bedeutet zusätzlichen bürokratischen Aufwand und erfordert genaue Kenntnisse der gesetzlichen Besonderheiten in Jordanien. Wer plant, aus beruflichen oder familiären Gründen einzuwandern, sollte mit Verzögerungen rechnen.

5) Begrenzte Jobmöglichkeiten für Expats außerhalb großer Städte

Gerade internationale Unternehmen und Organisationen sind fast ausschließlich in Amman ansässig. Expats, die in kleinere Städte oder ländliche Regionen auswandern möchten, haben dort meist nur Zugang zu Jobs im Bildungssektor, in Entwicklungsprojekten oder gelegentlich im Tourismus.

Dies kann die Karrierepläne stark beeinträchtigen, besonders für Fachkräfte in spezialisierten Branchen wie IT, Medizin oder Ingenieurwesen. Auch das Gehaltsniveau außerhalb der großen Städte liegt oft deutlich unter dem Durchschnitt in Amman.

6) Sprachbarrieren durch hauptsächlich Arabischsprachige Umgebung

In Jordanien ist Arabisch die dominierende Amtssprache im Alltag, in Behörden und im Bildungssystem. Für Deutschsprachige kann das Erlernen und Verstehen des Arabischen eine große Herausforderung darstellen, besonders wenn vorher keine Kenntnisse der Sprache vorhanden sind.

Viele alltägliche Abläufe wie Einkaufen, Arztbesuche oder Behördengänge erfordern ein gewisses Sprachniveau. Englisch wird in städtischen Gebieten teilweise verstanden, ist jedoch nicht überall selbstverständlich.

Gerade in ländlichen Gegenden sprechen die meisten Menschen nur Arabisch. Das kann die Integration erschweren und zu Missverständnissen führen, vor allem in informellen Situationen.

Ein gezielter Arabisch-Sprachkurs ist für Neuankömmlinge empfehlenswert. Damit steigt die Chance, sich schneller zurechtzufinden und im Alltag unabhängiger zu werden.

7) Eingeschränkter Zugang zu bestimmten westlichen Produkten

In Jordanien ist das Angebot an westlichen Produkten weniger umfangreich als in vielen europäischen Ländern. Bekannte Markenprodukte aus Europa oder Nordamerika sind möglicherweise nicht immer verfügbar. Auch internationale Supermarktketten führen oft nur ein begrenztes Sortiment.

Elektronik, bestimmte Lebensmittel oder Haushaltswaren können schwer zu finden sein oder müssen importiert werden. Dies führt häufig zu höheren Preisen oder längeren Wartezeiten beim Einkauf. Wer auf bestimmte Marken angewiesen ist, muss sich auf Alternativen vor Ort einstellen.

8) Herausforderungen im Gesundheitssystem außer in privaten Kliniken

9) Hitze und extreme Sommerbedingungen

Diese extremen Bedingungen stellen für viele Auswanderer eine spürbare Umstellung dar. Die Hitze beeinflusst nicht nur das tägliche Wohlbefinden, sondern schränkt auch Aktivitäten im Freien stark ein.

Für Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder Kreislaufbeschwerden kann die Sommerhitze ein ernstes Risiko bedeuten. Es ist wichtig, sich auf längere Hitzeperioden vorzubereiten und medizinische Vorsorge zu treffen.

Zudem treten gelegentlich Sandstürme auf, die die Situation zusätzlich erschweren können. Wer nach Jordanien auswandert, sollte daher Maßnahmen zum Schutz vor Hitze und Staub ergreifen und entsprechende Anpassungen im Alltag berücksichtigen.

Kulturelle Anpassung in Jordanien

Das Leben in Jordanien bringt viele Veränderungen im Alltag mit sich. Gesellschaftliche Erwartungen, religiöse Bräuche und soziale Regeln sind für viele Neuankömmlinge oft ungewohnt.

Unterschiede im Alltagsleben

Eine konservative Kleiderordnung gilt besonders für Frauen. Kurze Hosen, offene Schultern oder enge Kleidung werden in der Öffentlichkeit als unangemessen betrachtet. Auch Männer kleiden sich zurückhaltender als in vielen europäischen Ländern.

Der Verkehr kann hektisch und chaotisch wirken. Fußgänger haben meist keine Vorfahrt. Alltagserledigungen benötigen manchmal mehr Zeit, da Arbeitszeiten von Behörden und Läden variieren, besonders während des Ramadan.

Wichtige Aspekte:

  • Wert auf zwischenmenschliche Höflichkeit

  • Umgang mit spontanen Einladungen

  • Flexibilität im täglichen Ablauf

Umgang mit religiösen Traditionen

Jordanien ist stark vom Islam geprägt. Viele Regeln des öffentlichen Lebens orientieren sich an islamischen Traditionen. Während des Fastenmonats Ramadan ist Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit tagsüber untersagt, was auch für Nicht-Muslime gilt.

Freitag ist der wichtigste Wochentag und wird als Ruhetag angesehen. Viele Geschäfte bleiben vormittags geschlossen. Die täglichen Gebetszeiten bestimmen vielfach den Rhythmus des Alltags und nehmen auch Einfluss auf Arbeitszeiten und Geschäftsabläufe.

Respekt vor religiösen Stätten und Bräuchen ist essenziell. Besucher sollten Moscheen nur in angemessener Kleidung betreten und religiöse Feste wie Eid mit Zurückhaltung begegnen. Nichtbeachtung dieser Regeln kann als respektlos empfunden werden und zu Missverständnissen führen.

Herausforderungen bei der Integration

Aufbau sozialer Netzwerke

In Jordanien sind familiäre Bindungen und enge Freundeskreise gesellschaftlich sehr wichtig. Neueinwanderer finden sich deshalb oft in bestehenden Strukturen wieder, in denen es schwer ist, als Außenstehender aufgenommen zu werden.

Austauschmöglichkeiten ergeben sich meist über den Arbeitsplatz, Nachbarschaft oder religiöse Gemeinschaften. Es hilft, lokale Feste oder Veranstaltungen zu besuchen, um Kontakte zu knüpfen. Viele Expats nutzen Online-Plattformen oder Vereine für den Austausch, doch der Zugang zu jordanischen Freundeskreisen bleibt häufig eingeschränkt.

  • Offene und respektvolle Kontaktaufnahme

  • Teilnahme an Gemeinschaftsveranstaltungen

  • Engagement in Vereinen oder Hilfsprojekten

Eine stabile Verbindung zu anderen Migranten oder Expats bietet zusätzliche Unterstützung in der Anfangszeit. Das Gefühl der Isolation kann jedoch anhalten, wenn sprachliche oder kulturelle Barrieren nicht überwunden werden.

Sprachbarrieren überwinden

Arabisch ist Amtssprache in Jordanien, auch wenn in Städten Englisch teilweise im Geschäftsleben verwendet wird. Ohne solide Arabischkenntnisse ist die alltägliche Verständigung in den meisten Bereichen stark eingeschränkt.

Viele offizielle Dokumente, Behördengänge und Gespräche im Alltag finden ausschließlich auf Arabisch statt. Einfache Aufgaben wie Arztbesuche oder der Einkauf können ohne Sprachkenntnisse zur Herausforderung werden. Es ist ratsam, schon vor der Ausreise Grundkenntnisse zu erlernen oder sofort nach Ankunft einen Sprachkurs zu beginnen.

Empfohlene Maßnahmen:

  • Teilnahme an Intensivsprachkursen

  • Alltagsvokabular gezielt einüben

  • Nutzung von Sprach-Apps und Lernmaterialien

  • Kontakte zu Muttersprachlern suchen

Sprachbarrieren erschweren nicht nur die Integration, sondern wirken sich auch auf die Chancen am Arbeitsmarkt und das Lebensgefühl aus. Wer sich aktiv bemüht, verbessert die eigenen Integrationsmöglichkeiten deutlich.